Die Digitalisierung der Empirie reißt Lücken

Die Digitalisierung hat zu massiven Veränderungen in der Wirtschaft geführt und zahlreiche weitere werden folgen. In der Markt- und Sozialforschung ist sie längst angekommen, eine erste Welle des Wandels hat bereits stattgefunden. Ein Ergebnis davon ist, dass rund 44 Prozent der etwa zwanzig Millionen jährlich realisierten Interviews der Institute, die im Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute (ADM) organisiert sind, online erhoben werden. Es ist somit der häufigste Erhebungsmodus in der Branche. Mit Folgen für die Generalisierbarkeit der Ergebnisse. Das hängt mit der Stichprobe zusammen.

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Selektivität – von MCAR, MAR, NMAR und MARC

Jede Erhebung hat Datenlücken. Zum einen fehlen Datensätze vollständig (Unit-Nonresponse). Zum anderen fehlen Angaben zu einzelnen Merkmalen (Item-Nonresponse). Unit-Nonresponse-Fälle haben in den vergangenen Jahren zugenommen – sei es wegen geringer werdender Erreichbarkeit, sei es aufgrund von sinkender Teilnahmebereitschaft. Welche Auswirkungen haben diese Datenlücken und wie ist damit umzugehen? Letztlich geht es um die Generalisierbarkeit der
Ergebnisse, also um Aussagen, die über die Stichprobe hinaus für die zugrunde liegende Population Gültigkeit besitzen sollen.

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Gekommen, um zu bleiben: Homeoffice und Corona

Der Corona-Pandemie ist es gelungen, von heute auf morgen Homeoffice zumindest temporär großflächig zu etablieren. Kaum ein Unternehmen, das die Option nicht kurzfristig eingeführt hätte, soweit es die jeweilige Tätigkeit zulässt. Waren es vor Corona knapp 10 Prozent der Berufstätigen, die zumindest gelegentlich von zu Hause aus gearbeitet haben, ist dieser Wert mit der Pandemie auf rund 33 Prozent gestiegen.

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Kinder fragen!

Informationen über die Lebenswelten von Kindern werden im Rahmen von standardisierten Befragungen häufig als Proxy-Informationen von einem oder beiden Elternteilen erhoben. Dieses Vorgehen beschränkt nicht nur die Art von Informationen, die überhaupt erhoben werden können, sondern schließt zudem die Perspektive der Kinder selbst gänzlich aus. Angesichts der Bedeutung der Kinder- und Jugendforschung im Bereich Bildung, Gesundheit und Familie verwundert diese Beschränkung.

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