Wie Wählerwanderungen ermittelt werden

Das Jahr 2021 ist das Jahr der politischen Wahlen: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen wählen ihren Landtag und die Bundestagswahl steht an. Regelmäßig werden wieder die Wählerwanderungen in den Fokus rücken.

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Bürgerbeteiligung unter der empirischen Lupe – ein Analyseausblick

Rund 3,1 Millionen Treffer liefert Google beim Stichwort „Bürgerbeteiligung“. Ein genauerer Blick auf diese Liste zeigt schnell: Kaum eine größere deutsche Stadt, die nicht in den Suchergebnissen dabei ist. Bürgerbeteiligungskonzepte, Leitlinien, lokale Handbücher und Projektberichte sind zahlreich. Und das zumeist mit großen Versprechungen. In Zeiten vermeintlich zurückgehender Wahlbeteiligungen und einer gefühlten Politikverdrossenheit bieten sich vielfältige Formen der Beteiligung als Lösung an. Erfolgsgeschichten und Konzeptbeschreibungen stehen allerdings an erster Stelle. Zweifel, Misserfolge und Evaluationen sind dagegen deutlich seltener zu finden.

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Einen Zielkonflikt aushalten …

Wie weitrechend sollten die Kontaktverbote ausfallen? Sollten strenge Verbote gelten, auch wenn dies der Wirtschaft unweigerlich schadet? Oder sollten nur Risikogruppen, also kranke und alte Menschen, durch Kontaktbeschränkungen geschützt werden?

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Was macht Menschen zu Extremisten?

Der Begriff Extremismus meint in der Regel, dass die pluralistische Gesellschaftsform und ihre freiheitliche, demokratische Organisation abgelehnt werden. Generell kann man linke und rechte politische Werte und Normen unterscheiden, die zur Bewertung des Extremismus herangezogen werden. Ob es besondere politische Werte und Normen der „Mitte“ gibt, ist umstritten, wird jedoch besonders in Erklärungsversuchen des Populismus wieder herangezogen.1 und 2 Ein Gastbeitrag im infas-Lagemaß von Hans-Dieter Klingemann. „Was macht Menschen zu Extremisten?“ weiterlesen

Eine sich vertiefende Spaltung

„Der Islam ist nicht mein Feind, unser größter Feind ist die Dekadenz.“1 Diese Worte des Thüringer Landesvorsitzenden der Alternative für Deutschland (AfD), Björn Höcke, stellen eine Kampfansage an die liberale politische Kultur der Bundesrepublik dar. infas hat dem Phänomen Rechtspopulismus seit geraumer Zeit Aufmerksamkeit geschenkt. Im Rahmen einer Kooperation2 mit der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ gingen wir bereits im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 der Frage nach, wie sich die zeitgenössische politische Konfliktstruktur in Deutschland empirisch beschreiben lässt. Zur Messung politischer Einstellungen orientierten wir uns dazu an einem neuen Konfliktmodell (und der entsprechenden Operationalisierung) von Ronald Inglehart und Pippa Norris3, welches beide Autoren angesichts weltweiter politischer Erfolge des Rechtspopulismus entwickelt haben.

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