Bürgerbeteiligung unter der empirischen Lupe – ein Analyseausblick

Rund 3,1 Millionen Treffer liefert Google beim Stichwort „Bürgerbeteiligung“. Ein genauerer Blick auf diese Liste zeigt schnell: Kaum eine größere deutsche Stadt, die nicht in den Suchergebnissen dabei ist. Bürgerbeteiligungskonzepte, Leitlinien, lokale Handbücher und Projektberichte sind zahlreich. Und das zumeist mit großen Versprechungen. In Zeiten vermeintlich zurückgehender Wahlbeteiligungen und einer gefühlten Politikverdrossenheit bieten sich vielfältige Formen der Beteiligung als Lösung an. Erfolgsgeschichten und Konzeptbeschreibungen stehen allerdings an erster Stelle. Zweifel, Misserfolge und Evaluationen sind dagegen deutlich seltener zu finden.

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Corona und die Mobilität – verkehrt gewendet?

Nur selten laufen sozialwissenschaftliche Forschungsergebnisse Gefahr, schon kurz nach einer Erhebung veraltet zu sein.  Trotzdem sind die Resultate aus einem laufenden Forschungsprojekt zur Alltagsmobilität 2020 aufschlussreich, denn sie stellen einige Vermutungen auf den Prüfstand.
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Corona im Verlauf – Wie es der Bevölkerung bisher mit der Pandemie ergeht

Während Unternehmen, Institute und Universitäten ab März 2020 damit beschäftigt waren, ihre Prozesse den neuen Gegebenheiten anzupassen und Schutzmaßnahmen für die Belegschaft zu entwickeln, sind parallel unter massivem Zeitdruck einige empirische Studien mit unterschiedlichen Schwerpunkten rund um die Corona-Pandemie entwickelt worden.
Auch infas hat im März eine Studie aufgesetzt, die bis heute läuft. Im Fokus stand und steht dabei die Frage, wie die Bevölkerung die Auswirkungen der Epidemie bewertet. Für sich selbst, für die Gesellschaft, bezogen auf verschiedene Lebensbereiche.

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Einen Zielkonflikt aushalten …

Wie weitrechend sollten die Kontaktverbote ausfallen? Sollten strenge Verbote gelten, auch wenn dies der Wirtschaft unweigerlich schadet? Oder sollten nur Risikogruppen, also kranke und alte Menschen, durch Kontaktbeschränkungen geschützt werden?

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Eine sich vertiefende Spaltung

„Der Islam ist nicht mein Feind, unser größter Feind ist die Dekadenz.“1 Diese Worte des Thüringer Landesvorsitzenden der Alternative für Deutschland (AfD), Björn Höcke, stellen eine Kampfansage an die liberale politische Kultur der Bundesrepublik dar. infas hat dem Phänomen Rechtspopulismus seit geraumer Zeit Aufmerksamkeit geschenkt. Im Rahmen einer Kooperation2 mit der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ gingen wir bereits im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 der Frage nach, wie sich die zeitgenössische politische Konfliktstruktur in Deutschland empirisch beschreiben lässt. Zur Messung politischer Einstellungen orientierten wir uns dazu an einem neuen Konfliktmodell (und der entsprechenden Operationalisierung) von Ronald Inglehart und Pippa Norris3, welches beide Autoren angesichts weltweiter politischer Erfolge des Rechtspopulismus entwickelt haben.

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