Erwerbsleben als Teilhabegarantie?

Teilhabe und Lebenszufriedenheit sind subjektive Konstrukte. Objektiv schwer operationalisierbar drücken sie individuelles Lebensgefühl und das Eingebundensein in soziales Leben aus. Mit dem ilex, dem infas-Lebenslagenindex, hat infas schon 2007 einen entsprechenden Indikator entwickelt. Er ist seitdem achtmal mit jeweils 1.500 Interviews erhoben worden – zuletzt 2016 und immer repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahre. Er setzt sich aus drei Dimensionen zusammen. Diese umfassen – operationalisiert über eine ganze Reihe von bewährten Fragestellungen – die empfundenen Lebensbedingungen im Vergleich zum eigenen sozialen Netzwerk, die eigene wirtschaftliche Lage und individuelle Zukunftsaussichten. Verbunden zu einem Gesamtkonstrukt ist der ilex ein Maß für die subjektive Lebenszufriedenheit in Deutschland.
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Das Buch zur Vermächtnisstudie

Wie wollen Menschen in Deutschland leben? Was wünschen sie sich für die Zukunft, für das Leben ihrer Kinder? Wo suchen sie Veränderung, wo halten sie an Traditionen fest, wo gibt es gesellschaftliche Blockaden? Diesen Fragen geht die Vermächtnisstudie nach, die im Jahr 2015 erhoben wurde. Grundlage war eine deutschlandweit repräsentative, persönliche Befragung von 3.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren. Nach zahlreichen Presseveröffentlichungen ist jetzt das Buch „Das Land, in dem wir leben wollen“ zur Studie erschienen.

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Einblicke in das Ehrenamt: eine gesellschaftsrelevante Betrachtungsebene

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Mehrebenenanalysen einer Erwerbsarbeitsgesellschaft sind, die möglichen gesellschafts- und tätigkeitsrelevanten Themen betreffend, nie erschöpfend. Und dennoch sollten sie heutzutage nicht auf Betrachtungen zum zivilgesellschaftlichen Engagement, zum Ehrenamt bzw. zur Freiwilligenarbeit verzichten.
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Kollege Computer übernimmt

Dass viele Jobs aufgrund der Digitalisierung akut gefährdet sind oder verschwinden werden, gilt als ausgemacht. Der US-amerikanische Ökonom und Soziologe Jeremy Rifkin beispielsweise hat keine Zweifel an erheblichen Umwälzungen, verkündet eine dritte industrielle Revolution und ruft gar das Ende der Arbeit aus.1 Die Unternehmensberatung A.T. Kearney geht nicht ganz so weit, ist aber überzeugt, dass annähernd jeder zweite Arbeitsplatz (45 Prozent) in den kommenden 20 Jahren verschwinden wird.2 Die Wissenschaftler Frey und Osborne haben rund 700 Berufe in den USA analysiert und geben 47 Prozent davon nur geringe Zukunftschancen.3
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Entgrenzung der Arbeitszeit durch moderne Kommunikationsmittel

Moderne Kommunikationstechnologien wie E-Mail, Handy oder Internet sind aus dem Arbeitsalltag der meisten Beschäftigen nicht mehr wegzudenken. Abstimmungsprozesse, die früher mehrere Tage in Anspruch genommen haben, können heute innerhalb kürzester Zeit abgewickelt werden, weil Informationen und Dokumente über das Internet im Minutentakt ausgetauscht werden können. Auch die Möglichkeiten, außerhalb des Betriebs zu arbeiten, z. B. im Rahmen von Homeoffice, haben sich verbessert, weil Kommunikation und Erreichbarkeit aufgrund mobiler Kommunikationstechnologien beinahe unabhängig davon geworden sind, wo Beschäftigte ihrer Arbeit nachgehen.

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