Erwerbsleben als Teilhabegarantie?

Teilhabe und Lebenszufriedenheit sind subjektive Konstrukte. Objektiv schwer operationalisierbar drücken sie individuelles Lebensgefühl und das Eingebundensein in soziales Leben aus. Mit dem ilex, dem infas-Lebenslagenindex, hat infas schon 2007 einen entsprechenden Indikator entwickelt. Er ist seitdem achtmal mit jeweils 1.500 Interviews erhoben worden – zuletzt 2016 und immer repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahre. Er setzt sich aus drei Dimensionen zusammen. Diese umfassen – operationalisiert über eine ganze Reihe von bewährten Fragestellungen – die empfundenen Lebensbedingungen im Vergleich zum eigenen sozialen Netzwerk, die eigene wirtschaftliche Lage und individuelle Zukunftsaussichten. Verbunden zu einem Gesamtkonstrukt ist der ilex ein Maß für die subjektive Lebenszufriedenheit in Deutschland.
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Einblicke in das Ehrenamt: eine gesellschaftsrelevante Betrachtungsebene

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Mehrebenenanalysen einer Erwerbsarbeitsgesellschaft sind, die möglichen gesellschafts- und tätigkeitsrelevanten Themen betreffend, nie erschöpfend. Und dennoch sollten sie heutzutage nicht auf Betrachtungen zum zivilgesellschaftlichen Engagement, zum Ehrenamt bzw. zur Freiwilligenarbeit verzichten.
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Subjektive Lebenslagen – ilex im Plus

Seit 2007 erhebt infas den ilex, ein Maß zur subjektiven Lebenszufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Dieser Index soll ganz bewusst das subjektive Lebensgefühl und nicht objektive Indikatoren abbilden. Diese sind an anderen Stellen in zuverlässiger Form verfügbar. Anfang 2015 wurde die inzwischen siebte ilex-Messung durchgeführt. Wie auch in den Erhebungen zuvor wurden 1.500 Menschen telefonisch zu ihren Bewertungen in Sachen Lebenszufriedenheit und Teilhabe befragt. Während die Erhebungen zwischen 2007 und 2014 ein langsames Öffnen der sozialen Schere zeigten, bei der sich die Abstände dieses subjektiven Indikators zwischen „oben“ und „unten“ schrittweise vergrößerten, liefern die letzten beiden Jahre 2014 und 2015 ein anderes Bild.

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Wer macht denn so was? Ohne Facebook, Fleisch oder Amazon leben

Haben Sie sich schon einmal bewusst dafür entschieden, eine bestimmte Handlungs- oder Denkweise abzulehnen, mit der zumindest nach Ihrem Empfinden alle anderen konform gehen? Oder etwas bildhafter ausgedrückt: Schwimmen Sie manchmal gegen den Strom, indem Sie etwas prinzipiell ablehnen?

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Zahlen für die Kultur! Eine Randnotiz

„Kultur für alle“. So lautete Ende der siebziger Jahre der berühmt gewordene Slogan aus der Feder des Frankfurter Kulturstadtrats Hilmar Hoffmann. Hoffmann veröffentlichte ein gleichnamiges Buch – heute ein kulturpolitischer Klassiker (Hoffmann 1979). Die Sichtweise, Kulturpolitik sei vornehmlich eine Art „staatlicher Kulturpflege“, war fortan eine Perspektive von gestern.

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