infas Lagemaß: Die neue Ausgabe ist verfügbar!

In der Corona-Pandemie scheint die Zeit für einige von uns stillzustehen. Sie bringt mentale und materielle Belastungen und relativiert mit ihren Einschränkungen und neuen Perspektiven unser Verständnis von Freiheit. So bietet diese stillstehende Zeit die Gelegenheit, über nicht Übliches, aber durchaus Gegenwärtiges zu diskutieren. So auch bei uns im Lagemaß. Und paradox zugespitzt gehört das Thema Luxus dazu.

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Ein Plädoyer für Qualität und Aktualität

Mit Beginn der Corona-Pandemie fand die Wissenschaft in bisher unbekanntem Maße Gehör in der Öffentlichkeit: In den Medien sprachen Virologen, Infektiologen, klinische Epidemiologen über die medizinischen Auswirkungen und Möglichkeiten der Eindämmung. Auch Psychologen wurden gehört, die etwa die Auswirkungen des Lockdowns auf Kinder oder Senioren thematisierten. Weniger präsent waren hingegen die empirischen Sozialforscher. Zwar wurden massenhaft Studien zitiert, die Befindlichkeiten in der Bevölkerung zum Thema hatten. Nicht im Fokus standen dabei die stichprobentheoretischen Voraussetzungen, sodass oft sehr frei von selektiv erhobenen Ergebnissen auf die Gesamtheit der Bevölkerung geschlossen wurde.
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Interviewertätigkeit in Corona-Zeiten

Mit dem Ausrufen der Pandemie durch die WHO und den damit verbundenen Restriktionen hat das Coronavirus im März 2020 das öffentliche und wirtschaftliche Leben in weiten Teilen zum Erliegen gebracht. Während manche Branchen als systemrelevant eingestuft und die Arbeitskräfte dringend gebraucht wurden, mussten andere auf Distanz gehen und von heute auf morgen ihre Tätigkeiten einstellen. Genauso erging es den Face-to-Face-Interviewern, da Besuche vor Ort mit dem Lockdown ab Mitte März in Deutschland ausgeschlossen waren und keine persönlichen Befragungen mehr durchgeführt werden konnten. Anders im Telefonstudio: Hier konnten Interviewer ihre Tätigkeit ins Homeoffice verlagern. An dieser Situation hat sich auch ein halbes Jahr später nur wenig geändert. In vielen Projekten wurden die Einsätze der Face-to-Face-Interviewer auf das nächste Jahr verschoben. Manche Fälle aus dem Face-to-Face-Feld wurden auf andere Modes verteilt und dort realisiert. Alles in allem eine schwierige Situation für ein Face-to-Face-Interviewerfeld, das sicherlich 2021 mit großer Flexibilität und neuen Vorgehensweisen agieren muss.
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