In der Rushhour

Wenn Zeit zum Luxus wird

Ein Tag hat 24 Stunden. Das ist viel, möchte man meinen, wären da nicht die täglichen Verpflichtungen und Anforderungen im Berufs- und Arbeitsleben, in der Partnerschaft, im Familienleben, bei der Kindererziehung und -betreuung. Zeit kann dadurch zu einer sehr knappen Ressource werden. Vielleicht die knappste überhaupt, da sie unwiederbringlich verstreicht. Sie kann, gerade wenn man zu wenig davon hat, sehr wertvoll werden. Genügend Zeit zu haben oder sich einfach Zeit für etwas zu nehmen, nicht zuletzt für sich selbst, kann zu einem Luxus werden, den sich nicht jeder leisten kann.

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Die Katastrophe als Transformationsimpuls?

Ein Werkstattbericht

Die Bewältigung der Pandemie hat zu vormals undenkbar scheinenden Veränderungen geführt. Dem Staat als vorsorgendem Akteur wird gestattet, zum Schutz der Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger deren verbriefte Freiheiten zu begrenzen. Der Massentourismus ebbt ab und Pendlerströme versiegen. Mit der Wirtschaftsleistung gehen auch Treibhausgasemissionen zurück, weshalb die Bundesrepublik Deutschland nun doch noch ihre Klimaziele 2020 erreicht hat. Um uns gegenseitig über Wasser zu halten, helfen wir uns beim Einkaufen, sammeln Spenden für das geschlossene Kino um die Ecke und machen parteiübergreifend den Weg frei für Überbrückungs- und Neustarthilfen, die Betrieben und Menschen in der Krise zugutekommen sollen.

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Update: Impfbereitschaft im Juli gesunken

Die Impfkampagne ist ins Stocken geraten, das bestätigt die Bevölkerungsbefragung von infas im Juli. Die Impfbereitschaft in der Gruppe derer, die noch gar keine Impfung erhalten haben sinkt, die Zahl derer, die noch abwarten wollen oder sich noch nicht entschieden haben stagniert. „Update: Impfbereitschaft im Juli gesunken“ weiterlesen

Polarisierende Lockdown-Varianten

Im März 2020 wurden staatliche Maßnahmen gegen die Ausbreitung des  Corona-Virus beschlossen, die bis dato nie gekannte Einschränkungen des  öffentlichen Lebens bedeuteten. Der in der Bundesrepublik historisch  erstmalige Lockdown dauerte zwei Monate an, bis erste Lockerungen in  Kraft traten. infas hat den Ereignissen damals besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In einem Lagemaß-Artikel sind wir den Einstellungen der  Bevölkerung bezüglich eines grundlegenden Zielkonflikts nachgegangen:  dem Konflikt zwischen einerseits möglichst umfassend wirksamem Schutz  durch Kontaktverbote und andererseits der Aufrechterhaltung  wirtschaftlicher Tätigkeit. Ergebnisse der infas-Mehrthemenbefragung  deuteten diesbezüglich auf erste Spuren einer beginnenden Politisierung und Polarisierung hin.

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Gesundheit als Luxus in Zeiten von Corona

Die Frage nach Luxus ist keine rein persönliche Frage, sondern weist eine unmittelbare Beziehung zu Fragen der gesellschaftlichen Verteilung von Gütern auf. Denn Luxus, ob materiell oder immateriell, ist an Besitz und als solcher an Dynamiken der Produktion und Verteilung gebunden. So  herrscht bezüglich Gesundheitsleistungen in der Wirtschaftswissenschaft noch keine Einigkeit darüber, ob es sich um Luxusgüter oder notwendige Güter handele. Das Kriterium ist hierbei stets, wie sehr sich die Ausgaben für Gesundheitsleistungen mitverändern, wenn das Einkommen steigt oder sinkt (Einkommenselastizität).
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