Irrationaler Aufwand

Luxus als Regelbruch

Interviewer: Joachim Scholz

Lambert Wiesing ist Philosoph und Professor an der Universität Jena und einer von wenigen Wissenschaftlern, die sich umfassend mit dem Begriff „Luxus“ und seiner Bedeutung auseinandergesetzt haben. 2015 veröffentlichte er im Suhrkamp Verlag eine Monografie zu Luxus mit gleichnamigem Titel, die zahlreiche positive Kritiken erhielt.

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Persönlicher Luxus

Vermeintlich bescheidene Vorstellungen

Unter „Luxus“ werden klassischerweise meist teure Konsumgüter verstanden. Ein Bentley, eine Patek-Philippe-Uhr oder eine Jacht von Lürssen sind Beispiele und eben Dinge, die auch die Wirtschaft zum Luxussegment zählt. Auch aus akademischer Sicht ist es sinnvoll, den Begriff klar einzugrenzen und beispielsweise zwischen Luxus, Protz, Prestige oder Schönheit zu differenzieren. Das stellt auch Prof. Lambert Wiesing im Interview im infas-Magazin Lagemaß (Seite 27) klar. Für ihn ist Luxus an Besitz gebunden und muss einen übertriebenen Aufwand und eine Verschwendung beinhalten. Diese aus akademischer Sicht möglicherweise sinnvolle Beschreibung wird von der Bevölkerung nicht unbedingt geteilt. Gerade in jüngerer Zeit wendet sie beim Thema Luxus den Blick auf Immaterielles: Bei guter Gesundheit zu sein, Zeit für sich zu haben oder tolle Erlebnisse seien viel eher Luxus als aufwändige Konsumgüter. Das bestätigt auch eine Erhebung, die wir im ersten Quartal 2021 durchgeführt haben.

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Die Katastrophe als Transformationsimpuls?

Ein Werkstattbericht

Die Bewältigung der Pandemie hat zu vormals undenkbar scheinenden Veränderungen geführt. Dem Staat als vorsorgendem Akteur wird gestattet, zum Schutz der Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger deren verbriefte Freiheiten zu begrenzen. Der Massentourismus ebbt ab und Pendlerströme versiegen. Mit der Wirtschaftsleistung gehen auch Treibhausgasemissionen zurück, weshalb die Bundesrepublik Deutschland nun doch noch ihre Klimaziele 2020 erreicht hat. Um uns gegenseitig über Wasser zu halten, helfen wir uns beim Einkaufen, sammeln Spenden für das geschlossene Kino um die Ecke und machen parteiübergreifend den Weg frei für Überbrückungs- und Neustarthilfen, die Betrieben und Menschen in der Krise zugutekommen sollen.

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Corona im Verlauf – Die Fortsetzung

Bereits früher haben wir ausführlich darüber berichtet, wie die Bevölkerung die Auswirkungen der Corona-Pandemie bewertet und welche wirtschaftlichen, sozialen und politischen Auswirkungen sie erwartet. Hier erfolg die Aktualisierung. Welche Sorgen treiben die Bundesbürger im Zusammenhang mit Corona um? Grundlage ist eine infas-Eigenstudie, für die seit April 2020 mit monatlich rund 1.000 Interviews die Meinungen und Einschätzungen rund um Corona erfragt werden.
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Corona-Datenplattform Themenreport 02: Homeoffice im Verlauf der Pandemie

Begleitend zur Corona-Datenplattform, einer Datensammlung rund um das Pandemiegeschehen im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, entstehen fortlaufend Themenreports, in denen auf Basis der gesammelten Daten bestimmte Aspekte der Pandemie und ihrer Auswirkungen genauer beleuchtet werden. Jetzt ist die zweite Ausgabe erschienen.

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